Zwei Giganten auf tönernen Füßen – Teil 2

 

Gesicherte gegenseitige Vernichtung, auch bekannt unter dem Akronym MAD (mutually assured destruction), ist die wohl berüchtigtste und bekannteste Militärdoktrin aus der Zeit des Kalten Krieges.
Die kalte, militärische Logik dieser Strategie ist verblüffend einfach und kann aus spieltheoretischen Konzeptionen abgeleitet werden: Die UDSSR wusste, dass ein nuklearer Erstschlag einen unverzüglich und automatisch erfolgenden Gegenschlag der USA auslösen würde, der selbst dann, wenn der eigene Erstschlag „erfolgreich“ durchgeführt würde, in einer sicheren Vernichtung des eigenen Territoriums resultieren würde. Demzufolge würde dieser atomare Erstschlag – sofern man bei beiden Konfliktparteien jeweils von rational agierenden Individuen ausgeht – niemals stattfinden, das sich ergebende Gleichgewicht des Schreckens würde einen dauerhaften Frieden sicherstellen.
In einer ähnlichen Konstellation – wenn auch zum derzeitigen Zeitpunkt rein ökonomischer Natur – befinden sich derzeit die beiden größten Wirtschaftsnationen dieses Planeten, die Vereinigten Staaten von Amerika und die Volksrepublik China.

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Zwei Giganten auf tönernen Füßen – Teil 1

 

Die Geschichte der deutschen Bundesrepublik mag mit ihrem Aufstieg aus den Trümmern und der Asche des vermeintlich Tausendjährigen Reiches, dem Wirtschaftswunder Konrad Adenauers und schließlich mit der lang ersehnten Wiedervereinigung so manchen staunenden Betrachter an ein Märchen erinnern. Kaum ein Bundesbürger hätte in den ersten Nachkriegsjahren auch nur zu hoffen gewagt, einen derartigen Aufstieg, eine derartige Epoche der Prosperität, des Friedens und des sozialen Ausgleiches erleben zu dürfen.
Deutschland bildet heute – bei oberflächlicher Betrachtung der wichtigsten wirtschaftlichen Kennzahlen – eine der wohlhabendsten Volkswirtschaften Europas und der gesamten Welt

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Der Handelskrieg hat begonnen

 

Die einen nennen es Handelskonflikt, die anderen Handelszwist, einige Börsenkommentatoren verwenden auch den Begriff Handelsstreit. All diesen wohlwollenden, die strapazierten Nervenkostüme der Anleger vermeintlich beruhigenden Euphemismen zum Trotz existiert nur ein zutreffender, die handelspolitische Lage korrekt bezeichnender Begriff, und der lautet schlicht und einfach Handelskrieg.
Wenn die USA Strafzölle auf Stahl und Aluminiumimporte erheben, wenn China im Gegenzug Zölle auf landwirtschaftliche Produkte einhebt, die USA als Antwort darauf Strafzölle auf chinesische Importe im Umfang von 50 Milliarden Dollar ankündigen, welche China wiederum mit Zöllen auf amerikanische Exporte im selben Volumen beantwortet, als Reaktion darauf in einer weiteren Eskalationsstufe Zölle auf chinesische Waren im Volumen von 200 Milliarden Dollar eingehoben werden, dann ist längst keine spitzfindige semantische Debatte zur Begriffsdeutung mehr notwendig. Der Handelskrieg hat bereits begonnen, er wurde von beiden Seiten offen erklärt und befindet sich in einer Eskalationsspirale, deren volkswirtschaftliche Auswirkungen für beide Seiten erheblich sein können.

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Ein prickelndes Investment für den Wonnemonat Mai

 

An der amerikanischen Nasdaq notiert mit RCI Hospitality (Ticker RICK), vormals bekannt unter dem Markennamen Rick’s Cabaret, eines der wenigen verbliebenen börsengehandelten Unternehmen im Bereich der Erwachsenenunterhaltung. Neben dem äußerst profitablen Betrieb von Nachtklubs baut RCI mit den Themenrestaurants Bombshells derzeit einen zweiten und potenziell mindestens ebenso lukrativen Geschäftszweig auf.
RCI Hospitality ist in jeder Hinsicht ein besonderes Unternehmen und wohl eine der schillerndsten Gesellschaften, die derzeit am amerikanischen Aktienmarkt notieren. Der aktuelle CEO, Eric Langan, erwarb im jungen Alter von 21 Jahren seinen ersten Klub in Texas. Das dafür nötige Investmentkapital brachte er durch den Verkauf seiner wertvollen Sammlung historischer Baseballkarten auf, insgesamt rund 40.000 US Dollar.
Seit der Mehrheitsübernahme von Rick‘s Cabaret durch CEO Eric Langan befindet sich das Unternehmen auf einem stetigen Wachstumskurs. Vor allem in seinem Kernmarkt Texas akquiriert Rick’s Cabaret stetig neue Nachtklubs und baut sich eine dominierende Marktposition auf. Der Einbruch der Ölmärkte ab dem Jahr 2014 sorgte zwar kurzfristig für rückläufige Erträge, seit Mitte 2016 steigen die Umsatzerlöse jedoch wieder stetig an, besonders die für das Unternehmen wichtigen VIP Gäste sorgen für erhebliche Zuwächse.

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Sell in May and go away?

 

Der Wonnemonat Mai versetzt die Menschen allerorts in Verzückung, die Natur erblüht, der herannahende Sommer sorgt für gute Laune und lachende Gesichter. Börsianer hingegen sind wohl ein ganz besonderer Menschenschlag: Während der Rest der Welt die Frühlingssonne genießt und voller Zuversicht in die Zukunft blickt, beginnt an den Börsenplätzen dieser Welt im Mai eine Zeit des Jammers und des Trübsals, eine Periode magerer Renditen und ungewisser Aussichten.
Die Handelsmonate Juni bis Oktober bescheren den Anlegern seit Anbeginn der Börsenhistorie einen giftigen Cocktail aus unterdurchschnittlichen Renditen und überdurchschnittlichen Kursschwankungen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Da sich in den Sommermonaten zahlreiche angestammte Händler und Marktteilnehmer im Urlaub befinden, lösen negative Meldungen und externe Schocks überproportionale Kursreaktionen aus. In einem dünnen, umsatzschwachen Handel reichen einige wenige größere Verkaufsaufträge aus, um die Kurse deutlich ins Rutschen zu bringen.

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Cash ist King

 

Die Entwicklung der Aktienkurse gleicht im Börsenjahr 2018 dem Auf und Ab einer Achterbahn am Jahrmarkt. Begleitet vom ekstatischen Aufschrei des Publikums schrauben sich die Kurse morgens rasant in schwindelerregende Höhen, begeben sich nachmittags unter Schreien des Entsetzens auf eine senkrechte Schussfahrt, um schließlich abends, nach der Durchquerung atemberaubender Loopings, zitternd nahe dem Eröffnungsniveau zum Stillstand zu kommen.
Value Investoren mit einem langfristigen Anlagehorizont sollten den täglichen Schwankungen der Börsenkurse zwar keine allzu große Aufmerksamkeit schenken und diese allenfalls zu opportunistischen Zukäufen nützen, die aktuelle Volatilität übersteigt das historische Normalmaß jedoch deutlich und erinnert erfahrene Börsianer an das Crashjahr 1987.

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Der Kampf der Titanen

 

Im Jahr 1986 begann die lange Reise der Volksrepublik China mit dem Ansuchen um einen Beitritt zum GATT, dem Vorgänger der Welthandelsorganisation WTO, und dem zu diesem Zeitpunkt beinahe unerreichbar scheinenden Ziel, als erster kommunistischer Staat Teil dieser internationalen Gemeinschaft marktwirtschaftsorientierter, globaler Handelsnationen zu werden.
Das vorläufige Endziel dieser chinesischen Odyssee wurde schließlich am 11. Dezember des Jahres 2001 erreicht, als die Volksrepublik das 142. Mitglied der Welthandelsorganisation WTO wurde, und das, ohne bisher den Status einer Marktwirtschaft zugesprochen bekommen zu haben. Eine zentral regierte, kommunistische Planwirtschaft, mit einem auf Lebenszeit ernannten Präsidenten und einer nicht frei konvertiblen, durch die Zentralbank manipulierten Währung ist somit mehr als 16 Jahre später der gemessen an seiner Wirtschaftskraft zweitgrößte Mitgliedsstaat der WTO und befindet sich auf dem besten Weg dazu, die USA als bedeutendste Wirtschaftsmacht abzulösen.
Die Volksrepublik China ist heute mehr denn je integraler Bestandteil der Weltwirtschaft und glänzt durch beständig hohe Wachstumsraten. Während jedoch China in den Jahren 2009 und 2010 mittels staatlicher Ausgaben- und Investitionsprogramme einen entscheidenden Beitrag zur globalen Erholung nach den Verwerfungen der Finanzkrise leistete, trug die Volksrepublik in den letzten Jahren mehr und mehr selbst zu den anhaltenden wirtschaftlichen Ungleichgewichten bei, die womöglich den Grundstein für die nächste globale Wirtschaftskrise bilden.

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BARF statt FANG?

 

Die internationalen Börsenplätze entfachten in den ersten Handelswochen des aktuellen Jahres ein wahres Kursfeuerwerk: Tag um Tag schossen die Notierungen empor, sodass die kumulierten, prozentuellen Kursgewinne mit Ende Januar bereits nahezu den Erträgen eines durchschnittlichen, vollständigen Kalenderjahres entsprachen. Es war daher nur eine Frage der Zeit, bis die notwendige, ja geradezu unvermeidliche Korrektur eintrat: Mit einem Schlag entluden sich die während der langen, schwankungsarmen Monate aufgestauten Spannungen in einem jähen Einbruch, der während einiger Handelsstunden geradezu in einen freien Fall mündete. Der Dow Jones sank innerhalb weniger Minuten um mehr als 1000 Indexpunkte und dieselben Anleger, die nur wenige Tage zuvor in einer Kaufpanik die Aktiennotierungen in die Höhe trieben, warfen ihre Anteilsscheine ohne Zögern aus ihren Depots.
Die folgenden Wochen lieferten zwar die weithin erwartete Erholungswelle, die in den letzten Jännertagen verzeichneten Höchststände wurden jedoch bis heute nicht mehr erreicht. Anleger sollten sich also die Frage stellen, ob die grundlegenden Rahmenbedingungen, die 2017 zu einem der besten Aktienjahre krönten, auch in diesem Jahr ihre Gültigkeit behalten haben?

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Die Bullenherde donnert ins Jahr 2018, verängstigte Bären fliehen

 

Das Börsenjahr 2017 wurde beinahe vollständig den hohen Erwartungen gerecht, die wir zu Jahresbeginn in die Marktentwicklung setzten, und vollbrachte gleichzeitig das Kunststück, die meisten Marktteilnehmer völlig zu verblüffen.
Wenn sich Anleger und Spekulanten vor rund 12 Monaten in einer Tatsache einig waren, dann in der Erwartung hoher und zunehmender Kursschwankungen. Ein Jahr später bleibt festzustellen, dass die gesamte Volatilität wohl von der Hochschaubahn der Finanzmärkte in die Arena der Politik transferiert wurde. Viele Jahre lang führten berechenbare, wohlüberlegte politische Entscheidungsprozesse und die fein austarierten Pläne der globalen Technokraten zu volatilen Endresultaten. Nun, da die Welt sich mit populistischen Entscheidungsträgern in der Politik konfrontiert sieht, resultiert deren Unberechenbarkeit plötzlich in einer schnurgeraden, linearen Aufwärtsbewegung, die in der Börsengeschichte ihresgleichen sucht.

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Maganomics und die Hausse an der Wall Street

 

1936 publizierte John Maynard Keynes seine berühmte General Theory, deren Inhalte und theoretischen Grundgerüste bis heute zu den bedeutendsten Bausteinen der volkswirtschaftlichen Lehre zählen. Doch die Keynesianer des 21. Jahrhunderts scheinen vergessen zu haben, was ihr ideologischer Gründervater einst postulierte: Mehr noch als rationale, rein vernunftorientierte Entscheidungsprozesse sind es die animalischen Instinkte, die Lebensgeister, die die Grundlagen und Triebkräfte menschlichen Handelns bilden. Wirtschaftspolitik muss demzufolge den spontanen Optimismus, die Lebensgeister der handelnden Individuen beflügeln, soll sie die erhofften Früchte tragen.
Am 20.12.2017 beschloss der amerikanische Kongress nach nächtelangen Debatten das größte Steuersenkungspaket aller Zeiten und die bedeutendste Reform der Steuergesetze seit Ronald Reagans Reform des Jahres 1986. Die Erklärung, warum nach einer jahrelangen wirtschaftlichen Expansion und vor dem Hintergrund einer sich bereits erholenden Weltwirtschaft eine Senkung der Steuerlast um rund 1,5 Billionen US-Dollar beschlossen wurde, lautet wie folgt: Mehr als 8 Jahre nach dem Ende der Großen Rezession der Jahre 2008 und 2009 verzeichnete die amerikanische Volkswirtschaft das schwächste durchschnittliche Wirtschaftswachstum seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die einstige Wachstumslokomotive ist zu einem antriebslosen Nachzügler mutiert. Der amerikanische Traum, der besagt, dass es jeder Generation besser gehen solle als der vorherigen, dass Wohlstand und Prosperität unabhängig von Herkunft und Geburt für jeden erreichbar sein sollen solange er nur hart genug dafür arbeitet, scheint mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten.
Was die Wirtschaft daher dringend benötigte, war eine starke Dosis der keynesianischen animal spirits, verabreicht in Form einer angebotsorientierten, produktivitätssteigernden Steuerreform. Der am 20.12.2017 verabschiedete Tax Cuts and Jobs Act injiziert der schwächelnden, auf zitternden Beinen wandernden amerikanischen Volkswirtschaft genau jenes Serum, das die ökonomischen Lebensgeister zu neuen Kräften erwecken soll.

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